FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Forschungsprojekt Tr@nsit - Verstetigung und Tr@nsfer moderner Unternehmenskulturen im Handwerk durch die Gestaltung einer arbeitsplatznahen, auftragsorientierten und IT-gestützten Weiterbildung

Im Rahmen des im Zeitraum vom 01.03.2002 bis 28.02.2005 durchgeführten Forschungsprojektes „Tr@nsit“ unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Hoppe im Auftrag des Bundesinstituts für berufliche Bildung (BIBB) in Kooperation mit der Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung (FPB) der Universität Bremen wurden Modelle entwickelt, welche die UPTODATE-Offensive© bis heute prägen. Kernstück des Vorhabens war die Entwicklung und Erprobung eines Weiterbildungsangebots zur Implementierung einer modernen Unternehmenskultur im Handwerk. Die Firma Gebr. Steffen GmbH fungierte hierbei als Referenzbetrieb, da dort bereits seit Jahren die Unternehmensbereiche nach den Prinzipien einer modernen Unternehmensführung organisiert und ausgestaltet wurden.

 Mit dem Forschungsprojekt Tr@nsit wurde eine arbeitsplatznahe, auftragsorientierte und IT-gestützte Weiterbildungsmaßnahme entwickelt. Der ganzheitliche, praxisorientierte und nachhaltige Charakter der optimierten Seminarinhalte und -organisation zeichnet sich insbesondere durch betriebliches Erfahrungswissen der Referenten bzgl. der Fachinhalte aus, die unmittelbare Verknüpfung von Theorie und Praxis durch die Verzahnung der Seminare mit sog. „Live-Trainings“, die direkten Einblick in moderne betriebliche Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe ermöglichen. Die Ganzheitlichkeit der Weiterbildung wird durch den Einbezug sämtlicher Mitarbeitergruppen in den Reorganisationsprozess und über die Bereitstellung zielgruppengerechter Weiterbildungsangebote für alle wichtigen Unternehmensbereiche geprägt.

Zusammenfassend entwickelte das Forschungsprojekt Tr@nsit ein Seminarkonzept, das den Ansprüchen einer modernen und zukunftsfähigen Weiterbildung im Handwerk mehr als gerecht wird.

 

Forschungsvorhaben "e-RegioWerk

Seit dem 01. Juli 2016 bringt sich die AKADEMIE ZUKUNFT HANDWERK in Kooperation mit der Universität Hamburg und sechs weiteren Projektpartnern in das Forschungsvorhaben „e-RegioWerk“ mit ein. Die AKADEMIE ZUKUNFT HANDWERK ist als Bindeglied zwischen wissenschaftlichen Aspekten und Praxisbezug ein wichtiger Projektpartner. Das Forschungsvorhaben ist auf eine Projektlaufzeit von ca. drei Jahren angesetzt und wird durch den Projektleiter Dirk Schadow (Tutor der AKADEMIE ZUKUNFT HANDWERK) geführt. Das Forschungsvorhaben „e-RegioWerk“ analysiert und erarbeitet zukunftsfähige, gesundheitsförderliche Kompetenzentwicklung im Handwerk durch regionale Vernetzung.

Ziel des Projekts „e-RegioWerk“ ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen, erprobten Konzepts zu Präventionsallianzen für das Handwerk, d.h. qualitätsgesicherte, aufeinander abgestimmte Präventionsangebote der intermediären Organisationen in regionalen Netzwerken bei einer gleichzeitig professionellen Netzwerkarbeit. Für die Erprobung der erarbeiteten Ergebnisse ist die Arbeit der AKADEMIE ZUKUNFT HANDWERK ein elementarer Bestandteil des Projekts. Durch die Zusammensetzung der Verbundpartner ist ein interdisziplinärer und praxistauglicher Lösungsansatz sichergestellt.

 

Forschungsvorhaben LIKA 4.0 – Ausbildungsmanagement 4.0: Digitalgestütztes Lernen im Kundenauftrag

Die AKADEMIE ZUKUNFT HANDWERK initiiert als Koordinator bereits ein weiteres Forschungsvorhaben (Beantragung am 15.12.2016) in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und dem Institut für Technik und Bildung (ITB). Im Zentrum des Projektes steht das auftrags- und kompetenzorientierte Ausbildungskonzept „LIKA – Lernen im Kundenauftrag“, das ausgehend von typischen Arbeits- und Geschäftsprozessen im Handwerk (Kundenaufträgen) vollständige Arbeitshandlungen und Kundenorientierung in den Mittelpunkt von Lehr- und Lernprozessen der betrieblichen Ausbildung stellt, aufbauend auf früheren gleichlautenden Forschungsarbeiten, jetzt neu unter dem Aspekt der Digitalisierung.  Im Sinne einer nachhaltigen Implementierung auftrags- und kompetenzorientierter Ausbildungskonzepte in der betrieblichen Ausbildung des Handwerks soll das berufspädagogische Konzept digital gestützt werden. Der gebrauchswertorientierte Einsatz der Potenziale digitaler Medien spielt dabei eine entscheidende Rolle. Zur Umsetzung wird die Entwicklung eines webbasierten Ausbildungsmanagementsystems (LIKA 4.0) angestrebt. Hierbei wird auf schon bestehende voll funktionsfähige Open-Source-Einzelapplikationen zurückgegriffen, um diese im Rahmen des Vorhabens nutzergerecht weiterzuentwickeln.

Laufzeit des Forschungsprojektes: 01.04.2018 – 31.03.2022 mit der Option auf eine zweijährige Verlängerung. Die gesamte Förderung durch das BMBF und das ESF beläuft sich für die AZH-AG auf 166.895 € verteilt auf die 4 Jahre.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.lika4punkt0.de.